Vergeben- Ein schönes Wort

Oh, Du Heilige!

Unter dem Motto „Vergeben“ steht die kommende heilige, heilsame Zeit.

Vergeben, verschenken, belohnen, verzeihen

Geschenke vergeben und Geschenke bekommen macht fast jedem Freude.
Sicherlich spielen die Spiegelneuronen dabei eine Rolle, der Moment der Freude des Beschenkten steckt einfach an.
Anders sieht es da mit der Emotion nach einer Verletzung aus.
Zarte Kinderseelen oder sensible Kinder sind in der Regel besonders schnell zu kränken, da sie sehr empathisch und empfänglich für Reize aller Art sind.
Wenn wieder mal der kleine 3 jährige Bruder seiner großen Schwester den Kakao übers selbst gemalte Bild gekippt hat, kullern schon mal die großen Tränen übers Gesicht. Bei solch kleinen Verletzungen helfen meist tröstende Worte und eine liebevolle Umarmung. Aber die großen Verletzungen gehören zu den schmerzhaften Erfahrungen und  wenn wir eine Kränkung nicht loslassen, dann gärt es in unserem Inneren. Negative Gefühle wie Wut, Angst oder Schmerz sind dann unsere täglichen Begleiter.
Dazu gibt es nur eine Lösung – VERGEBUNG.
Vergebung geschieht bewusst. Es ist eine aktive Entscheidung ,  Negativität loszulassen und das Leben wieder gewohnt weiterzuleben. Diese Entscheidung kommt nicht von alleine und ist nicht einfach. Vergeben heißt nicht gutheißen, sondern loslassen, überlassen und frei werden.
Vergeben heißt nicht automatisch, daß Versöhnung stattfinden kann.
Bei zu großen Verletzungen oder unlösbaren Konflikten kann keine Versöhnung erreicht werden.

 

Werbeanzeigen

„Nein“ heißt nicht „Ja, vielleicht“

 Grenzen setzen und Grenzen akzeptieren

Klein Kristin spielt selig mit ihrer Puppe, sie füttert sie, sie zieht sie an und wieder aus, sie spricht mit ihr, gibt ihr Streicheleinheiten, sie ist ganz vertieft in dieses schöne Rollenspiel. Plötzlich kommt Cindy aus der Bastelgruppe, nimmt ihr die Puppe aus dem Arm und fordert sie auf, nun mit ihr nach ihren Spielregeln zu spielen. Kristin läßt es sich gefallen.
Kristin muß lernen, ihre eigenen Grenzen zu erkennen und zu zeigen, damit sie nicht ausgenutzt wird und Opfer solcher „Übergriffe“ bleibt.

Im täglichen Umgang mit Menschen, gerade in einer großen Stadt wie Berlin, kommt es immer wieder zu übergriffigen (Erzwingen von sozialer Interaktion) Situationen, die nervend sein können.
Jeder von uns  hat  eine  persönliche Distanzzone, diese umfasst etwa den Radius einer Armlänge. Näher lassen wir nur Menschen, die uns nahe stehen. Distanzlose Kinder oder Erwachsene missachten dieses persönliche Revier, indem sie uns zu nahe auf den Leib rücken, vielleicht mit indiskreten Fragen aber auch mit Gesten, Blicken oder eben Handlungen und säen damit Aggressionen oder Resignation.

Eine klare Kommunikation ist dann von Vorteil.
Mit einem rechtzeitigen „Nein“  oder „Stop“ wird dem Gegenüber eine Grenze gesetzt, die dieser oft zunächst nicht akzeptieren möchte. Es gehört Mut dazu, bei dem „Nein“ zu bleiben.
Es erfordert sensibles und intelligentes Verhalten. Man kann nie früh genug damit anfangen, dieses Verhalten zu lernen und zu trainieren.
Sobald Kinder  gelernt haben, ihre  Wünsche zu erkennen und diese deutlich zu formulieren, kann an der Umsetzung „gefeilt“ werden. Um andere nicht zu kränken oder zu sehr zu enttäuschen, darf ein „Nein“ abgemildert werden. Am Geschicktesten ist es, die jeweilige Absage so zu begründen, dass der andere sich nicht persönlich abgelehnt fühlt. Je sozial intelligenter und sensibler ein Kind ist, desto besser gelingt ihm dies.

Bei Tieren kann man sehr gut beobachten, wie z. B. ein Hund seinem Gegenüber körpersprachlich klar signalisiert, „Stop, ich möchte keinen Kontakt“.
Hunde haben auch eine Individualdistanz , welche von Fremden nicht einfach so unterschritten werden darf. Tun sie dies doch, kommt es zum Abwehrverhalten.
Dann wird geknurrt, gebellt, gedroht. Insbesondere wenn der andere Hund dabei aufdringlich ist und ein „Nein“ nicht akzeptiert.

 

 

 

 

 

Einfach nur unkonzentriert oder liegt es an der selektiven Aufmerksamkeit ?

Wenn Kinder unkonzentriert sind, vergeßlich oder motorisch unruhig, dann kann das  viele Ursachen haben.
Sie  langweilen sich und sind nicht konzentriert, wenn die Aufgaben zu schwer oder zu leicht sind. Hat das Kind nicht ausreichend geschlafen, so hängt es vielleicht müde auf der Schulbank und konzentriert sich nicht oder liegt es doch an der Daueraufmerksamkeitsspanne.
Mit der Aufmerksamkeitsdiagnostik „The Test of Everyday Attention for Children“ können folgende Bereiche getestet werden.

  • Erfassung der selektiven Aufmerksamkeit,
  • der Daueraufmerksamkeit,
  • der geteilten Aufmerksamkeit,
  • sowie die Aufmerksamkeitskontrolle und Reaktionshemmung

Der Test ist für Kinder von 6.0 – 15.11 normiert. Er ist ein Individualtest, der eine Abschätzung von verschiedenen Aufmerksamkeitsvariabeln ermöglicht.

Präsent sein, Innehalten, loslassen

Unser Motte in der nächsten Woche lautet „Loslassen“.

91815995-E6B9-4BE8-A2EB-67FAC389A74A

Gedankliche Abwertungen wie „Das kann ich nicht“,  „Immer bin ich schuld“,
„Das schaffe ich sowieso nicht“ oder gar „Ich kann gar nichts“ sind leider keine positiven Lebensbegleiter. Unsere Gedanken sind elektrische Impulse, die ganze Kettenreaktionen in unserem Gehirn auslösen können.

Festhalten an alten Verhaltensmustern, Verletzungen, Gedanken, Vorwürfen, Fehlern , Worten, Geschehnissen oder an Menschen, die uns nicht gut tun, macht keinen Sinn.IMG_8756
Durch die Wahl unserer Gedanken können wir unser Bewusstsein tatsächlich verändern.
Mit Hilfe von Achtsamkeitsübungen können wir uns von alten Mustern oder Gedanken verabschieden und uns neue Werte und Eigenschaften aneignen.

Sensible Menschen – starke Leistungsträger

Je schneller, komplexer und reizintensiver das Leben zwischen Schule, Beruf, Familie und privaten Verpflichtungen wird, umso öfter stoßen hochsensible Menschen an ihre Grenzen.
Hochsensible Kinder und auch Erwachsene haben extrem feine Antennen für ihre Umgebung und erleben daher schnell eine Reiz-Überflutung. Das löst bei besonders sensiblen Kindern puren Stress aus – sie reagieren mit Angst, Wut oder Abschottung.

HSP (HochSensitivPerson) nehmen Reize quantitativ und qualitativ intensiver wahr, verarbeiten Erlebtes gründlicher und brauchen durch diese intensive Reizverarbeitung Rückzugsräume. Es handelt sich bei dem Phänomen nicht um eine Krankheit, sondern um ein Temperament.

Schlüssel zum Potential

Denn HSP, die gut auf sich und ihre Bedürfnisse achten, können ihr ganzes Potenzial entfalten und ihre wichtigen Stärken nutzen und in Schule, Beruf und Gesellschaft einbringen. Dazu gehören z. B. Empathie, Intuition, soziales Verständnis, Kreativität, Gewissenhaftigkeit, vernetztes Denken und Lösungskompetenz. HSP spüren bereits wenn sie in einen Raum kommen, wie die Stimmung ist und nehmen wahr, wie es einzelnen Personen geht. Durch die vielen intensiven Reize, die hochsensible Menschen tagtäglich verarbeiten, sind sie gewohnt Informationen schnell zu verarbeiten und zu vernetzen. Werte, Ethik und Sinnhaftigkeit sind ihnen wichtig und so können sie wichtige Impulse in Wirtschaft und Gesellschaft geben.

quelle:http://www.etain-corporate-health.de/de/hochsensibilitaet.html

Der HSP-Test

http://www.hochsensibel-test.de/

 

Stöcke in Szene setzen

Dinge zu sammeln, ist für Kinder ein immer wiederkehrendes Vergnügen und lässt auch viele Erwachsene nicht los. Sie sammeln Steine, Blätter, Spielgegenstände, Fotos, Aufkleber, Postkarten, Überraschungseierfiguren,  u.v.m.
Hierbei werden sinnliche Prozesse der visuellen und taktilen Wahrnehmung zu kognitiven Handlungen des Interpretierens.

Das Sammelfieber wird von unserem menschlichen Belohnungssystem ausgelöst, und hat es einen erwischt, dann kann die Sammelleidenschaft grenzenlos sein.

Aber was tun mit all den so schönen Mitbringels Z. B. mit den vielen Stöcken vom Waldspaziergang?

 

 

 

Der Kreativität sind da auch keine Grenzen gesetzt, viel Spass beim ausprobieren.

 

 

 

 

Des einen Freud des anderen Leid

K. 10 Jahre alt, kommt wie jeden Mittwoch 16 Uhr in die Praxis zur Ergotherapie. Sie kommt zur Tür rein und wird von Senta unserer Therapiehündin herzlichst und freudig begrüßt. Bei diesem Anblick geht einem wirklich das Herz auf, Kind und Hund in großer Freude. Es wird geschmußt und gedrückt, als gebe es kein morgen. K. kennt den Hund seit 1 Jahr und zwischen den beiden ist eine Freundschaft entstanden.
Dem Hund ist egal ob K. heute in dhund-100~_v-gseagaleriexler Matheklausur eine 5 geschrieben hat, es ist ein bedingungsloses Annehemen und es sind Momente der Unbeschwertheit trotz des Streßes, den die Kinder heute  im Alltag haben. K. strahlt übers ganze Gesicht und ich weiß,  wir werden eine schöne Stunde zusammen haben.

Gleicher Ort, gleiche Zeit, die 4 jährige S. sitzt seelig ausmalend neben dieser Begrüßungsszene und als sie den Hund realisiert, fängt sie plötzlich an zu brüllen, verfällt in eine Panik und schreit um Hilfe, obwohl sie der Hund nicht berührt hat. Die Mutter versucht sie zu beruhigen aber nur das Verlassen des Warteraumes kann  das Kind besänftigen. Auch Senta schaut mich verwirrt an und ihr ist das Geschrei gar nicht geheuer. Als Hundebesitzer versuche ich sie in solchen Situationen zu beschützen.

Wie kommt es zu solch unterschiedlichen Verhaltensweisen von Kindern Hunden gegenüber?

Freude, Panikattacken oder nur eine Hundescheu?
Kinder die sich sicher, herzlich  und unkompliziert einem Hund nähern könne, haben meist gute Erfahrungen im Umgang mit Hunden gemacht und wirken stabil.
In den allermeisten Fällen ist die Scheu vor Hunden eine vorübergehende Phase, eine sogenannte Entwicklungsangst, die vorwiegend im Vorschulalter bis zum frühen Grundschulalter auftritt. Sie hört von allein wieder auf, und zwar umso schneller, je mehr die Kinder über das für sie oft unbekannte Wesen erfahren. Hundespiele mit und ohne Hund können helfen, Hunde und ihr Verhalten zu verstehen. Besuche bei Freunden mit einem kinderlieben Hund bauen ungerechtfertigte Ängste ab. Je mehr Kinder über die Tiere wissen und positive Erfahrungen gemacht haben, desto besser und sicherer fühlen sie sich.
Angst entsteht zunächst über eine klassische Konditionierung

Durch die Kopplung eines neutralen Reizes mit einem schmerzhaften oder erschreckenden Ereignis wird dieser neutrale Reiz zum Auslösereiz für die Angstreaktion.Stabil wird die Angst durch zusätzliche operante Komponenten.

Angst kann auch allein durch Beobachten gelernt werden
Sind die Eltern das Modell, spielt die sprachliche Vermittlung eine wichtige Rolle, wie beispielsweise die Schilderung eines bedrohlichen Ereignisses.

 

 

Damit die Therapie zum erwünschten Erfolg führt

Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Therapieverlauf
  • Eltern/ Familie sehen die Therapiebedürftigkeit des Kindes – sie sagen „ja“ zur Therapie
  • Eltern/ Familie sind bereit zu Hause mit dem Kind Übungen nach Anleitung der Logopädin/ Ergotherapeutin zu machen
  • Das Kind ist motiviert,  an seinen Defiziten (z.B. Sprache, Feinmotorik, Konzentration etc) zu arbeiten,  d.h. es ist bereit, wenn möglich täglich zu üben
  • Das Kind will sich  verbessern
  • Das Kind weiß, warum es in die Therapie kommt.
  • Zusammen mit dem Kind und den Eltern werden mögliche Therapieziele formuliert.(Erwartungen von Kind und Eltern definieren)
Zusammenarbeit mit den Eltern
  • Es ist wichtig in regelmässigem Kontakt zur Logopädin/ Ergotherapeutin  zu stehen (Besuch, Telefon um eine kurze Standortbestimmung machen zu können)
  • Bei Fragen oder Zweifel in Bezug auf die Therapie, suchen Sie das Gespräch mit der Logopädin/ Ergotherapeutin
  • In der Regel kommt das Kind alleine in die Therapie. Es kann jedoch Sinn machen, dass die Eltern (Mutter und/ oder Vater) während der Therapie anwesend sind (z.B. Instruktionder Übungen, die sie als Co- Therapeuten zu Hause mit dem Kind durchführen sollten, etc.)
  • Es ist sinnvoll die Logopädin/ Ergotherapeutin über wichtige Ereignisse, die das Kind sehr beschäftigen, zu informieren.
Organisatorisches – Information über :
  • Finanzierung von Erstabklärung und Therapie
  • Ferienregelung
  • Verbindlichkeit der Therapie – wenn sich Kind und Eltern für eine Therapie entscheiden gibt es folgende Regeln :Regeln/ Bedingungen

o Kind im Verhinderungsfall abmelden
o Pünktlich und regelmässig in die Therapie kommen
o Hausaufgaben machen
o Die Hauptverantwortung der Förderung des Kindes liegt klar in den   Händen der Eltern.
Die Therapie soll sie in ihrem Bestreben unterstützen

  • Zusammenarbeit mit der Lehrperson

o Die Logopädin/ Ergotherapeutin bespricht mit der Lehrkraft aktuelle  Fortschritte oder Schwächen, die in der Therapie bzw. in der Schule auftreten
o Die Logopädin/ Ergotherapeutin wird in der Regel von der Lehrkraft über schulisch bedingte Ausfälle (wie Schulreise, Waldspaziergang, Klassenfoto etc.) informiert.

  • Die Therapie ist kein Nachhilfeunterricht für die Schule. Aktuelle, schwierige Themen aus der Schule dürfen mitgebracht werden. Die logopädische/ ergotherapeutische  Therapie ist aber auch nicht Aufgabenhilfe!
  • Die Logopädin/ Ergotherapie gibt gerne Auskunft zu therapieergänzender Lernsoftware, Bücher und Übungen für zu Hause

Hausaufgaben

  •  Das Kind trägt Hauptverantwortung für die Hausaufgaben
  • Nur wiederholte Übung kann eine Wirkung erzielen
  • tägliches Üben ist wichtig – nur einmal intensiv üben, kurz vor der Therapiestunde bringt wenig