Liebe Patienten*innen, liebe Angehörige!

Eure Gesundheit ist uns wichtig!

Aufgrund von Lieferengpässen von Schutzanzügen und Schutzmasken können wir die Hygienemaßnahmen nicht konsequent einhalten, deswegen bleibt unsere Praxis bis einschließlich 13.04.2020 geschlossen.
Als Alternative können wir im Einzelfall Video-,Telefontherapie anbieten.
Für wen die Videotherapie sinnvoll ist, können wir gemeinsam prüfen.
Bleibt gesund und bleibt zu Hause.

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Denkpause

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Nach einer längeren Unterhaltung letztens, hatte ich nach anfänglich guter Laune, plötzlich schlechte Laune.
Es muss am Inhalt des Gespräches gelegen haben. Wir unterhielten uns über  pädagogische psychologische Sachverhalte.
Pessimisten, die gern in der Problematik verhaftet bleiben, neigen dazu den Mensch an sich erstmal abzuwerten, sie sehen ihn als defizitär an. Dieses  entstandene entwertete Selbstbild  z. B. bei  Schülern oder bei Kindern (pädagogischer Pessimismus) allgemein, kann dazu führen, daß sich bei ihnen  ebenso ein pessimistisches negatives Menschenbild entwickelt. „Pädagogische Pessimisten gehen von einer sehr geringen Lernfähigkeit aus, vorhandene Fähigkeiten sind genetisch vorprogrammiert.“
Und wird der Schüler zu viel entwertet  und somit verletzt, muss er immer wieder andere klein machen, um sich besser zu fühlen. Der Teufelskreis beginnt.
Ich möchte mich  hier auf die Interaktionen bzw. auf den pädagogischen Kontext mit Heranwachsenen, Kindern oder Jugendlichen begrenzen.
Sonst  ist eine  zynische oder sarkastische Kommunikation, die eine pessimistische  Grundeinstellung vorrausetzt,  sehr humorvoll. Ich liebe schwarzen Humor. Großartiger Kunstwerke würde es nicht geben, gäbe es nur Optimisten.
Und wer nur optimistisch ins Leben schaut,  alles von der besten Seite betrachtet, eine heitere, zuversichtliche, lebensbejahende Einstellung hat, kann auch in eine perfektionistische Grundhaltung abrutschen und ist dann stets bemüht Ergebisse anzustreben, die jenseits der eigenen Grenze liegen, um auch noch die letzten 5% von
100 % zu errreichen.
Nehmen wir Fehler und Unzulänglichkeiten an, kann sich  daraus eine Kraft entwickeln, die uns voran bringt.
Ideal für mein Empfinden ist die Haltung eines „realistischen Optimisten“.
Zu „realistischem Optimismus“ zählt einerseits die Bereitschaft, Schwierigkeiten und Risiken sowohl wahr- als auch ernstzunehmen, andererseits das gesunde Selbstvertrauen, dank der vorhandenen Kompetenz und Erfahrung auch für solche Probleme eine Lösung zu finden, für die derzeit noch kein fertiges Konzept in der Schublade liegt.
Im pädagogischem Realismus hängen Grenzen und Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung von genetischen Anlagen, Umwelteinflüsse und der Selbststeuerung ab.

 

 

 

Vergeben- Ein schönes Wort

Oh, Du Heilige!

Unter dem Motto „Vergeben“ steht die kommende heilige, heilsame Zeit.

Vergeben, verschenken, belohnen, verzeihen

Geschenke vergeben und Geschenke bekommen macht fast jedem Freude.
Sicherlich spielen die Spiegelneuronen dabei eine Rolle, der Moment der Freude des Beschenkten steckt einfach an.
Anders sieht es da mit der Emotion nach einer Verletzung aus.
Zarte Kinderseelen oder sensible Kinder sind in der Regel besonders schnell zu kränken, da sie sehr empathisch und empfänglich für Reize aller Art sind.
Wenn wieder mal der kleine 3 jährige Bruder seiner großen Schwester den Kakao übers selbst gemalte Bild gekippt hat, kullern schon mal die großen Tränen übers Gesicht. Bei solch kleinen Verletzungen helfen meist tröstende Worte und eine liebevolle Umarmung. Aber die großen Verletzungen gehören zu den schmerzhaften Erfahrungen und  wenn wir eine Kränkung nicht loslassen, dann gärt es in unserem Inneren. Negative Gefühle wie Wut, Angst oder Schmerz sind dann unsere täglichen Begleiter.
Dazu gibt es nur eine Lösung – VERGEBUNG.
Vergebung geschieht bewusst. Es ist eine aktive Entscheidung ,  Negativität loszulassen und das Leben wieder gewohnt weiterzuleben. Diese Entscheidung kommt nicht von alleine und ist nicht einfach. Vergeben heißt nicht gutheißen, sondern loslassen, überlassen und frei werden.
Vergeben heißt nicht automatisch, daß Versöhnung stattfinden kann.
Bei zu großen Verletzungen oder unlösbaren Konflikten kann keine Versöhnung erreicht werden.

 

Einfach nur unkonzentriert oder liegt es an der selektiven Aufmerksamkeit ?

Wenn Kinder unkonzentriert sind, vergeßlich oder motorisch unruhig, dann kann das  viele Ursachen haben.
Sie  langweilen sich und sind nicht konzentriert, wenn die Aufgaben zu schwer oder zu leicht sind. Hat das Kind nicht ausreichend geschlafen, so hängt es vielleicht müde auf der Schulbank und konzentriert sich nicht oder liegt es doch an der Daueraufmerksamkeitsspanne.
Mit der Aufmerksamkeitsdiagnostik „The Test of Everyday Attention for Children“ können folgende Bereiche getestet werden.

  • Erfassung der selektiven Aufmerksamkeit,
  • der Daueraufmerksamkeit,
  • der geteilten Aufmerksamkeit,
  • sowie die Aufmerksamkeitskontrolle und Reaktionshemmung

Der Test ist für Kinder von 6.0 – 15.11 normiert. Er ist ein Individualtest, der eine Abschätzung von verschiedenen Aufmerksamkeitsvariabeln ermöglicht.

Sensible Menschen – starke Leistungsträger

Je schneller, komplexer und reizintensiver das Leben zwischen Schule, Beruf, Familie und privaten Verpflichtungen wird, umso öfter stoßen hochsensible Menschen an ihre Grenzen.
Hochsensible Kinder und auch Erwachsene haben extrem feine Antennen für ihre Umgebung und erleben daher schnell eine Reiz-Überflutung. Das löst bei besonders sensiblen Kindern puren Stress aus – sie reagieren mit Angst, Wut oder Abschottung.

HSP (HochSensitivPerson) nehmen Reize quantitativ und qualitativ intensiver wahr, verarbeiten Erlebtes gründlicher und brauchen durch diese intensive Reizverarbeitung Rückzugsräume. Es handelt sich bei dem Phänomen nicht um eine Krankheit, sondern um ein Temperament.

Schlüssel zum Potential

Denn HSP, die gut auf sich und ihre Bedürfnisse achten, können ihr ganzes Potenzial entfalten und ihre wichtigen Stärken nutzen und in Schule, Beruf und Gesellschaft einbringen. Dazu gehören z. B. Empathie, Intuition, soziales Verständnis, Kreativität, Gewissenhaftigkeit, vernetztes Denken und Lösungskompetenz. HSP spüren bereits wenn sie in einen Raum kommen, wie die Stimmung ist und nehmen wahr, wie es einzelnen Personen geht. Durch die vielen intensiven Reize, die hochsensible Menschen tagtäglich verarbeiten, sind sie gewohnt Informationen schnell zu verarbeiten und zu vernetzen. Werte, Ethik und Sinnhaftigkeit sind ihnen wichtig und so können sie wichtige Impulse in Wirtschaft und Gesellschaft geben.

quelle:http://www.etain-corporate-health.de/de/hochsensibilitaet.html

Der HSP-Test

http://www.hochsensibel-test.de/

 

Des einen Freud des anderen Leid

K. 10 Jahre alt, kommt wie jeden Mittwoch 16 Uhr in die Praxis zur Ergotherapie. Sie kommt zur Tür rein und wird von Senta unserer Therapiehündin herzlichst und freudig begrüßt. Bei diesem Anblick geht einem wirklich das Herz auf, Kind und Hund in großer Freude. Es wird geschmußt und gedrückt, als gebe es kein morgen. K. kennt den Hund seit 1 Jahr und zwischen den beiden ist eine Freundschaft entstanden.
Dem Hund ist egal ob K. heute in dhund-100~_v-gseagaleriexler Matheklausur eine 5 geschrieben hat, es ist ein bedingungsloses Annehemen und es sind Momente der Unbeschwertheit trotz des Streßes, den die Kinder heute  im Alltag haben. K. strahlt übers ganze Gesicht und ich weiß,  wir werden eine schöne Stunde zusammen haben.

Gleicher Ort, gleiche Zeit, die 4 jährige S. sitzt seelig ausmalend neben dieser Begrüßungsszene und als sie den Hund realisiert, fängt sie plötzlich an zu brüllen, verfällt in eine Panik und schreit um Hilfe, obwohl sie der Hund nicht berührt hat. Die Mutter versucht sie zu beruhigen aber nur das Verlassen des Warteraumes kann  das Kind besänftigen. Auch Senta schaut mich verwirrt an und ihr ist das Geschrei gar nicht geheuer. Als Hundebesitzer versuche ich sie in solchen Situationen zu beschützen.

Wie kommt es zu solch unterschiedlichen Verhaltensweisen von Kindern Hunden gegenüber?

Freude, Panikattacken oder nur eine Hundescheu?
Kinder die sich sicher, herzlich  und unkompliziert einem Hund nähern könne, haben meist gute Erfahrungen im Umgang mit Hunden gemacht und wirken stabil.
In den allermeisten Fällen ist die Scheu vor Hunden eine vorübergehende Phase, eine sogenannte Entwicklungsangst, die vorwiegend im Vorschulalter bis zum frühen Grundschulalter auftritt. Sie hört von allein wieder auf, und zwar umso schneller, je mehr die Kinder über das für sie oft unbekannte Wesen erfahren. Hundespiele mit und ohne Hund können helfen, Hunde und ihr Verhalten zu verstehen. Besuche bei Freunden mit einem kinderlieben Hund bauen ungerechtfertigte Ängste ab. Je mehr Kinder über die Tiere wissen und positive Erfahrungen gemacht haben, desto besser und sicherer fühlen sie sich.
Angst entsteht zunächst über eine klassische Konditionierung

Durch die Kopplung eines neutralen Reizes mit einem schmerzhaften oder erschreckenden Ereignis wird dieser neutrale Reiz zum Auslösereiz für die Angstreaktion.Stabil wird die Angst durch zusätzliche operante Komponenten.

Angst kann auch allein durch Beobachten gelernt werden
Sind die Eltern das Modell, spielt die sprachliche Vermittlung eine wichtige Rolle.