Damit die Therapie zum erwünschten Erfolg führt

Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Therapieverlauf
  • Eltern/ Familie sehen die Therapiebedürftigkeit des Kindes – sie sagen „ja“ zur Therapie
  • Eltern/ Familie sind bereit zu Hause mit dem Kind Übungen nach Anleitung der Logopädin/ Ergotherapeutin zu machen
  • Das Kind ist motiviert,  an seinen Defiziten (z.B. Sprache, Feinmotorik, Konzentration etc) zu arbeiten,  d.h. es ist bereit, wenn möglich täglich zu üben
  • Das Kind will sich  verbessern
  • Das Kind weiß, warum es in die Therapie kommt.
  • Zusammen mit dem Kind und den Eltern werden mögliche Therapieziele formuliert.(Erwartungen von Kind und Eltern definieren)
Zusammenarbeit mit den Eltern
  • Es ist wichtig in regelmässigem Kontakt zur Logopädin/ Ergotherapeutin  zu stehen (Besuch, Telefon um eine kurze Standortbestimmung machen zu können)
  • Bei Fragen oder Zweifel in Bezug auf die Therapie, suchen Sie das Gespräch mit der Logopädin/ Ergotherapeutin
  • In der Regel kommt das Kind alleine in die Therapie. Es kann jedoch Sinn machen, dass die Eltern (Mutter und/ oder Vater) während der Therapie anwesend sind (z.B. Instruktionder Übungen, die sie als Co- Therapeuten zu Hause mit dem Kind durchführen sollten, etc.)
  • Es ist sinnvoll die Logopädin/ Ergotherapeutin über wichtige Ereignisse, die das Kind sehr beschäftigen, zu informieren.
Organisatorisches – Information über :
  • Finanzierung von Erstabklärung und Therapie
  • Ferienregelung
  • Verbindlichkeit der Therapie – wenn sich Kind und Eltern für eine Therapie entscheiden gibt es folgende Regeln :Regeln/ Bedingungen

o Kind im Verhinderungsfall abmelden
o Pünktlich und regelmässig in die Therapie kommen
o Hausaufgaben machen
o Die Hauptverantwortung der Förderung des Kindes liegt klar in den   Händen der Eltern.
Die Therapie soll sie in ihrem Bestreben unterstützen

  • Zusammenarbeit mit der Lehrperson

o Die Logopädin/ Ergotherapeutin bespricht mit der Lehrkraft aktuelle  Fortschritte oder Schwächen, die in der Therapie bzw. in der Schule auftreten
o Die Logopädin/ Ergotherapeutin wird in der Regel von der Lehrkraft über schulisch bedingte Ausfälle (wie Schulreise, Waldspaziergang, Klassenfoto etc.) informiert.

  • Die Therapie ist kein Nachhilfeunterricht für die Schule. Aktuelle, schwierige Themen aus der Schule dürfen mitgebracht werden. Die logopädische/ ergotherapeutische  Therapie ist aber auch nicht Aufgabenhilfe!
  • Die Logopädin/ Ergotherapie gibt gerne Auskunft zu therapieergänzender Lernsoftware, Bücher und Übungen für zu Hause

Hausaufgaben

  •  Das Kind trägt Hauptverantwortung für die Hausaufgaben
  • Nur wiederholte Übung kann eine Wirkung erzielen
  • tägliches Üben ist wichtig – nur einmal intensiv üben, kurz vor der Therapiestunde bringt wenig

 

Spinn ich oder spinnt Sie? Wenn wieder mal die Fetzen fliegen

anjasenta3Etwa 13 Millionen Kinder und Jugendliche leben in Deutschland. Geschätzte drei Millionen von ihnen, also fast jedes vierte Kind, wächst mit einem Elternteil auf, das an einer psychischen Störung leidet – vorübergehend, wiederholt oder dauerhaft. Damit sind nicht alltägliche Stimmungsschwankungen gemeint, sondern Erkrankungen, die das Leben deutlich beeinträchtigen und behandlungsbedürftig sind, wie etwa Alkohol- und Drogensucht, Psychosen, Depressionen und Manien,  Angst- und Essstörungen sowie Persönlichkeitsstörungen. 33,3 Prozent aller Erwachsenen leiden nach Angaben der DEGS-Studie des Robert-Koch Instituts von 2012 mindestens einmal im Leben an einer solchen Erkrankung. Bei mehr als einem Drittel treten mehrere dieser Störungen gemeinsam auf.

Starke Kinder von kranken Müttern

Je jünger das Kind, desto gravierender können die Folgen für seine Entwicklung sein. Die psychischen Grundlagen für Urvertrauen und Bindungsfähigkeit werden vor allem in den ersten Lebensjahren gelegt. Erfährt ein Kind dann keine körperliche und seelische Sicherheit und Verlässlichkeit, keine sinnvollen Grenzen, aber auch keine Ermutigung bei seiner allmählichen Lösung,  fühlt ein Kind sich zunehmend verunsichert, ratlos, überfordert. Häufig muss es zudem Verantwortung für jüngere Geschwister oder die Mutter selbst übernehmen.Liegt bei der Mutter eine Persönlichkeitsstörung vor und gibt es keine stabile Vaterfigur sind Kinder besonders gefährdet, wie eine deutsche Studie zeigte.

Borderline ist eine Beziehungsstörung.

Das gilt vor allem für die Borderline-Störung, die zugleich zu den häufigsten gehört. Zwei bis drei Prozent der Bevölkerung in Deutschland sollen von dieser psychischen Erkrankung betroffen sein, Frauen häufiger als Männer. Die Symptome sind vielfältig. Grundlegend sind Kontrollzwang und Manipulation, plötzliche Stimmungsumbrüche, ein instabiles Selbstbild sowie ein Gefühl innerer Leere und die Angst, verlassen zu werden.

Hinzu kommen häufig Angst, Depressionen sowie Alkohol- oder Drogenabhängigkeit. Starke, innere Spannungszustände können sich in Selbstverletzungen, Selbstmord(versuchen) oder in Gewalt gegenüber dem Partner und eben dem eigenen Kind entladen.

Viele dieser Menschen sind selbst unter traumatischen Bedingungen aufgewachsen, wurden sexuell missbraucht, körperlich misshandelt oder seelisch missachtet.Bindung erlebten Kinder von Borderline-Patienten als chaotisch oder ambivalent, da die Mutter nicht balancieren könne zwischen Nähe und Distanz.

Die Wirkung der Tiergestützten Therapie ist je nach Diagnose ganz individuell. Sie kann Kindern helfen, Ängste zu überwinden, Energie und Mut zu gewinnen und Lebensfreude und Hoffnung geben.
Bei Patienten mit Traumfolgestörungen ist es  die Stabilisierung im „Hier und Jetzt“, die von Bedeutung ist.
In dem direkten Umgang mit dem Tier können die Betroffenen üben, mit Konsequenz, Klarheit und Verantwortung zu handeln, selbst Sicherheit und Ruhe auszustrahlen oder risikofreien Körperkontakt aufzunehmen.

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