Entdecken * Fühlen * Sprechen

Für die kleine Hannah, 5 Jahre alt, ist der Alltag derzeit kein Zuckerschlecken.Sie besucht 5 mal die Woche einen Kindergarten.
Seit ein paar Tagen fühlt sie sich nicht wohl. Nur kann sie dies nicht wie andere Kinder einfach sagen, sondern zeigt dies auf ihre ganz eigene Art.

Hannah ist eines von den Kindern, die aufgrund von hyperkinetischen Störungen im Sozialverhalten und durch Sprachstörungen, im Kindergarten und auch im täglichen Umfeld vermehrt negativ auffallen. Oftmals wird ihr “böser Wille” oder eine mangelnde Erziehung unterstellt. Was viele nicht wissen, dass genau dies nicht der Fall ist. Die Eltern kümmern sich gut und sind gewillt, jeden therapeutischen Rat umzusetzen, was auch im familiären Bereich gut funktioniert. Doch in der Kita hat Hannah das Problem immernoch.

Viele Erzieher sind bestrebt, sich im pädagogischen Bereich und teilweise auch im psychologischen Bereich immer auf dem neuesten Stand zu halten. Sie besuchen Weiterbildungen und Seminare und lernen gute und effektive Strategien, den Kindergartenalltag sinnvoll zu gestalten. Bis ein Kind wie Hannah auftaucht. In solchen Fällen ist es enorm wichtig, dass alle Fachleute, wie Erzieher, Logopäden und Ergotherapeuten, aber auch die Eltern eine transparente Kommunikation führen und Hand in Hand arbeiten. Denn so wie ein Ergotherapeut nur ansatzweise die Sprachheilförderung übernehmen kann, so fehlt auch einem Erzieher oftmals das psychologische Wissen vieler medizinischer Diagnosen.Demzufolge helfen erzieherische Maßnahmen wie Spielverbot oder Auszeiten nur bedingt.Vielmehr kann aber in solch einem Fall der Ergotherapeut nützliche Hilfestellungen geben, um somit den Alltag von Hannah, aber auch von den Erziehern und den anderen Kindern, wieder entspannter zu gestalten. Denn eins ist Fakt: Steckt unsere kleine Hannah erstmal in der “Stigmatisierungsschlaufe”, kommt sie hier nur schwer wieder heraus. Denn die Folgen können für solche Kinder noch Jahre später gravierend sein.