Des einen Freud des anderen Leid

K. 10 Jahre alt, kommt wie jeden Mittwoch 16 Uhr in die Praxis zur Ergotherapie. Sie kommt zur Tür rein und wird von Senta unserer Therapiehündin herzlichst und freudig begrüßt. Bei diesem Anblick geht einem wirklich das Herz auf, Kind und Hund in großer Freude. Es wird geschmußt und gedrückt, als gebe es kein morgen. K. kennt den Hund seit 1 Jahr und zwischen den beiden ist eine Freundschaft entstanden.
Dem Hund ist egal ob K. heute in dhund-100~_v-gseagaleriexler Matheklausur eine 5 geschrieben hat, es ist ein bedingungsloses Annehemen und es sind Momente der Unbeschwertheit trotz des Streßes, den die Kinder heute  im Alltag haben. K. strahlt übers ganze Gesicht und ich weiß,  wir werden eine schöne Stunde zusammen haben.

Gleicher Ort, gleiche Zeit, die 4 jährige S. sitzt seelig ausmalend neben dieser Begrüßungsszene und als sie den Hund realisiert, fängt sie plötzlich an zu brüllen, verfällt in eine Panik und schreit um Hilfe, obwohl sie der Hund nicht berührt hat. Die Mutter versucht sie zu beruhigen aber nur das Verlassen des Warteraumes kann  das Kind besänftigen. Auch Senta schaut mich verwirrt an und ihr ist das Geschrei gar nicht geheuer. Als Hundebesitzer versuche ich sie in solchen Situationen zu beschützen.

Wie kommt es zu solch unterschiedlichen Verhaltensweisen von Kindern Hunden gegenüber?

Freude, Panikattacken oder nur eine Hundescheu?
Kinder die sich sicher, herzlich  und unkompliziert einem Hund nähern könne, haben meist gute Erfahrungen im Umgang mit Hunden gemacht und wirken stabil.In Ihrer Persönlichkeitsentwicklung findet man wenig oder keine Störungen bezüglich Bindungen.
In den allermeisten Fällen ist die Scheu vor Hunden eine vorübergehende Phase, eine sogenannte Entwicklungsangst, die vorwiegend im Vorschulalter bis zum frühen Grundschulalter auftritt. Sie hört von allein wieder auf, und zwar umso schneller, je mehr die Kinder über das für sie oft unbekannte Wesen erfahren. Hundespiele mit und ohne Hund können helfen, Hunde und ihr Verhalten zu verstehen. Besuche bei Freunden mit einem kinderlieben Hund bauen ungerechtfertigte Ängste ab. Je mehr Kinder über die Tiere wissen und positive Erfahrungen gemacht haben, desto besser und sicherer fühlen sie sich.
Wenn Kinder sich vor Hunden fürchten, kann das oft auch am Verhalten der Eltern liegen.Sätzen wie: „Sei vorsichtig. Geh zur Seite! Wir wissen nicht, ob der beißt.“ Hundeangst ist ein weit verbreitetes Phänomen bei Kindern – und bei ihren Eltern. Oder umgekehrt: Weil die Eltern Angst haben, fürchten sich auch die Kinder. Manche Eltern fühlen sich im Kontakt mit Vierbeinern unwohl, vielleicht weil sie keine Erfahrungen mit Tieren und ihrem Verhalten gemacht hat

Angst entsteht zunächst über eine klassische Konditionierung

Durch die Kopplung eines neutralen Reizes mit einem schmerzhaften oder erschreckenden Ereignis wird dieser neutrale Reiz zum Auslösereiz für die Angstreaktion.Stabil wird die Angst durch zusätzliche operante Komponenten.

Angst kann auch allein durch Beobachten gelernt werden

Sind die Eltern das Modell, spielt die sprachliche Vermittlung eine wichtige Rolle, wie beispielsweise die Schilderung eines bedrohlichen Ereignisses.

Sind die Kinder mit Hundeangst im Alltag eingeschränkt, muss die Hundeangst behandelt werden.

Wünschen Sie ein Therapie, dann sprechen Sie uns an!

Zuerst vermitteln wir Wissen über Hunde. In diesem theoretischen Teil lernt das Kind die Kommunikation mit dem Hund. Wir erklären die Körpersprache und lernen Hunderegeln im Umgang mit ihnen kennen Dann lernen die Kinder, ihre Angst zu bewältigen. Wir spielen Hundememory und lernen die Anatomie sowie Charaktere verschiedener Hunderassen kennen.Praktisch versuchen wir vorsichtig  positve Interaktionen mit unserer Therapiehündin herzustellen, um so Vertrauen aufzubauen.

 

 

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