Denkpause

3323EB4C-2EFB-48D1-8860-948A9B7F4E8B

Nach einer längeren Unterhaltung letztens, hatte ich nach anfänglich guter Laune, plötzlich schlechte Laune.
Es muss am Inhalt des Gespräches gelegen haben. Wir unterhielten uns über  pädagogische psychologische Sachverhalte.
Pessimisten, die gern in der Problematik verhaftet bleiben, neigen dazu den Mensch an sich erstmal abzuwerten, sie sehen ihn als defizitär an. Dieses  entstandene entwertete Selbstbild  z. B. bei  Schülern oder bei Kindern (pädagogischer Pessimismus) allgemein, kann dazu führen, daß sich bei ihnen  ebenso ein pessimistisches negatives Menschenbild entwickelt. „Pädagogische Pessimisten gehen von einer sehr geringen Lernfähigkeit aus, vorhandene Fähigkeiten sind genetisch vorprogrammiert.“
Und wird der Schüler zu viel entwertet  und somit verletzt, muss er immer wieder andere klein machen, um sich besser zu fühlen. Der Teufelskreis beginnt.
Ich möchte mich  hier auf die Interaktionen bzw. auf den pädagogischen Kontext mit Heranwachsenen, Kindern oder Jugendlichen begrenzen.
Sonst  ist eine  zynische oder sarkastische Kommunikation, die eine pessimistische  Grundeinstellung vorrausetzt,  sehr humorvoll. Ich liebe schwarzen Humor. Großartiger Kunstwerke würde es nicht geben, gäbe es nur Optimisten.
Und wer nur optimistisch ins Leben schaut,  alles von der besten Seite betrachtet, eine heitere, zuversichtliche, lebensbejahende Einstellung hat, kann auch in eine perfektionistische Grundhaltung abrutschen und ist dann stets bemüht Ergebisse anzustreben, die jenseits der eigenen Grenze liegen, um auch noch die letzten 5% von
100 % zu errreichen.
Nehmen wir Fehler und Unzulänglichkeiten an, kann sich  daraus eine Kraft entwickeln, die uns voran bringt.
Ideal für mein Empfinden ist die Haltung eines „realistischen Optimisten“.
Zu „realistischem Optimismus“ zählt einerseits die Bereitschaft, Schwierigkeiten und Risiken sowohl wahr- als auch ernstzunehmen, andererseits das gesunde Selbstvertrauen, dank der vorhandenen Kompetenz und Erfahrung auch für solche Probleme eine Lösung zu finden, für die derzeit noch kein fertiges Konzept in der Schublade liegt.
Im pädagogischem Realismus hängen Grenzen und Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung von genetischen Anlagen, Umwelteinflüsse und der Selbststeuerung ab.

 

 

 

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.