Dog Work Balance

Der Stadthund

Nicht jeder Hundeliebhaber lebt auf dem Land oder in einem Stadthaus mit Garten. Trotzdem möchte man auf die Gesellschaft der treuen Vierbeiner nicht verzichten.
Doch so mancher Tierfreund kritisiert das Hundestadtleben. Allein der Umstand, in der Stadt zu leben, macht den Hund aber nicht zum armen Tier. Das Gegenteil ist der Fall.
In der Stadt unternehmen die Leute mehr mit dem Hund. Auf dem Land ist er oft einfach nur da und bewacht das Grundstück. Es kommt nicht darauf an, wo man lebt, sondern wie viel Zeit und Aufmerksamkeit man dem Hund widmet. Eigene Erfahrungen zeigen mir, dass  Stadthunde  meist besser sozialisiert sind, da es täglich mehrmals zu Hundebegegnungen kommt. Es entstehen Freundschaften mit Nachbarshunden, es wird gespielt und kommuniziert.
Der im Garten lebende Hund ist meist im Freilauf verunsichert und aggressiv, da seine Aufgabe nur darin besteht,  Haus und Hof zu bewachen und vorbeikommende Lebewesen wegzubellen.

 

Dog Work Balance – Zustand, in dem Stadt-und artgerechtes Leben im Einklang sind

Geht der Hund einer  Arbeit mit Menschen nach, zum Beispiel, wenn er im Einsatz in Therapie, Pädagogik oder Psychologie ist, ist ein Ausgleich elementar wichtig.
Idealerweise hat der Hundehalter gelernt, die Signale seines Hundes rechtzeitig wahrzunehmen, damit er ihn und den Klienten nicht überfordert.

Die beste Dog Work Balance zu dieser Arbeit am Menschen ist ein artgerechter Rudelspaziergang, ein Spaziergang mit mehreren Artgenossen.
Die Teilnahme an einem Rudelspaziergang ist für jeden Hund ein spannendes Erlebnis.
Die Atmosphäre ist während des Rudelspaziergangs harmonisch und entspannt bis zur vollkommenen ausgeglichenen Einheit. Es entsteht ein verbindendes Wir-Gefühl.

aus

Warum ist ein Rudelspaziergang wichtig und entspannend für einen Hund?

Da der Hund vom Wolf abstammt und der Wolf ein Rudeltier ist, ist für den Hund die Bewegung in einem Rudel eine natürliche Angelegenheit. Jedes Tier hat einen Platz in der Rudelgemeinschaft und lässt sich vom Rudelführer sicher dirigieren. Kein Hund hat die Last, die Verantwortung für sich oder andere übernehmen zu müssen. Er darf einfach nur mitlaufen und die Energie des Rudels aufnehmen. Da Hunde meist einzeln gehalten werden, führt dieses Gruppen-Erlebnis zur Stärkung des Sozialverhaltens mit Artgenossen. Zudem lernt der  Hund, sich vertrauensvoll am Rudelführer zu orientieren, er findet seinen Platz in der Rudel-Formation, wird während des gesamten Spazierganges ausgeglichener und reagiert nicht so intensiv auf seine Umwelt.

Was macht einen guten Rudelführer aus?

Ein guter Rudelführer benötigt ein besonderes Maß an Konzentration und positiver Energie. Er muss die Körpersprache eines jeden einzelnen Hundes lesen und bei Bedarf entsprechende Impulse geben können. Seine Haupt-Aufgabe besteht darin, in allen Situationen ausgeglichen und sicher zu sein sowie souverän zu reagieren. Unsicherheit, Ungeduld, Frust, Angst, Wut, Zweifel und Misstrauen sind zum Beispiel negative Energien, die Hunde verunsichern und mangelndes Vertrauen zum Rudelführer zur Folge haben. Auch zu viel Zuwendung und übertriebene Zuneigung können für den Hund eine schwache Energie sein. Hier muss der Mensch lernen, umzuschalten. Nur eine sichere, positive Energie schafft Vertrauen für den Hund. Positive Energien sind zum Beispiel innere Sicherheit, Geduld, Zufriedenheit, Vertrauen und Freude. Diesen Energien folgt der Hund gerne.

 

Advertisements