„Im Flow sein“- der glückliche Zustand bei einem Schaffens- oder Tätigkeitsrausch

flow-fan

Wenn es fließt, dann fließt es.

Der Flow ist  ein beglückendes erlebtes Gefühl eines mentalen Zustandes völliger Vertiefung und restlosen Aufgehens in einer Tätigkeit, die wie von selbst vor sich geht. Wir sind nicht unterfordert oder nicht überfordert. Das heißt wir haben weder Angst noch sind wir gelangweilt.

Wenn wir im Flow-Erleben sind, befindet sich die Schwierigkeit der Aufgabe und die Lösungskompetenz im Gleichgewicht. Es ist als existiert die Außenwelt nicht, denn Handeln und Bewusstsein verschmelzen miteinander.
Wir befinden uns dann im Hier und Jetzt, es bedarf kein Loben von außen, unsere Tätigkeit ist selbstbelohnend, denn die  Herausforderung einer außerordentlichen Tätigkeit bewirkt eine intensive Ausschüttung von Glückshormonen.

Kinder die in ein Spiel vertieft sind, hören das Rufen der Mutter nicht. Viele Kinder kommen beim Lego bauen in diesen Zustand. Die Mutter berichtet:“ Carl Leo kann sich dann völlig konzentrieren und ist vertieft ins Zusammenstecken der Bauelemente, aber in der Schule bemängelt die Lehrerin fehlende Konzentration und es gibt Lernschwierigkeiten.“

Die Tätigkeit “ Lego bauen“ wird dann der Tätigkeit wegen ausgeführt (z. B. wegen des guten Gefühls, weil es Spaß macht) und nicht wegen potenzieller Folgen. Eine Tätigkeit, die man wegen potenzieller Folgen ausführt (z. B. bessere Noten, mehr Ansehen bei den Eltern oder Lehrern …) ist den Folgeanreizen zuzuordnen.

Der Grund für Lernschwierigkeiten ist oft, dass Kinder überfordert oder unterfordert ist. In einer Klasse mit 23 Kindern bringt jedes Kind andere Fähigkeiten und Fertigkeiten mit. Die Wahl der falschen Aufgabenschwierigkeit, also keine Übereinstimmung zwischen Aufgabenschwierigkeit und Fähigkeit, ist hinderlich für das Auftreten eines Flows.
Um eine Balance zwischen schulischen Herausforderungen und Freizeit herzustellen, holt man sich den Flow Z.B. bei Sportarten, die man beherrscht und in denen man „aufgeht“.
Zum Beispiel beim Klettern, Ski fahren, joggen oder Funsportarten.

Auch Tanzen kommt eine besondere Bedeutung als Flow-Aktivität zu, da „Tanzen vermutlich die älteste und bedeutsamste Aktivität ist, sowohl aufgrund seiner weltweiten Anziehungskraft als auch wegen seiner potenziellen Komplexität.
Auch beim Musizieren, Malen, oder freudvollen Spielen kann ein Mensch einen intensiven Flow erleben.

Mit jedem einzelnen der menschlichen Sinne lässt sich Flow erleben.
Voraussetzung zum Eintreten in den Flowzustand ist zuvor die Bereitschaft, auf die oftmals anzutreffende, grundsätzlich skeptische Distanz zum Erlebten verzichten zu wollen, sich also einem möglichen Erleben ganz zu öffnen:

  • beim Fühlen
  • beim Hören
  • beim Riechen und Schmecken
  • und beim Sehen

Entscheidend ist die Kombination

  1. von voriger Aktivität (Anstrengungen – was unternommen und aufgewendet wurde, um nun Flow erleben zu dürfen) und
  2. von Passivität (sich dann überraschen zu lassen von Flow).

 

 

Schwimmen reguliert schwachen Muskeltonus

Schwimmen stärkt den ganzen Körper und trainiert den Muskeltonus bei schlappen Kindern

Ab wann kann mein Kind schwimmen lernen?

Grundsätzlich sind die dafür erforderlichen koordinativen Fähigkeiten etwa ab dem vierten bis fünften Lebensjahr vorhanden. Ein Indikator dafür kann sein, wenn das Kind schon ohne Stützräder Radfahren kann. Die erste Bewegungsart, die im Wasser funktionieren wird, ist das Kraulen, da dieses noch keine bewusste Atmung wie beim Brustschwimmen erfordert. Das Rückenschwimmen sollte nach erfolgreichem Brustschwimmen erlernt werden.
Im Kindergartenalter sollten Kinder daher nur mit Schwimmhilfen und unter erwachsener Beaufsichtigung ins maximal knietiefe Wasser gelassen werden. Den Spaß am Wasser kann man den Kleinen sehr gut mit diversen Wasserspielsachen vermitteln: Siebe, Kübelchen, Gießkannen, Wasserball, aufblasbare Schwimmtiere und Co. helfen schon früh, das Schwimmengehen zu einem positiv besetzten Erlebnis werden zu lassen.

Leider haben wir einen derzeitigen Fachkräftemangel bei Schwimmmeistern, so daß die Eltern gefragt sind und versuchen sollten, erste Schwimmübungen mit dem Kind zu trainieren.Wer selbst gut schwimmen kann und nicht ungeduldig ist, kann dem Kind das Schwimmen ohne Weiteres selbst beibringen.

Schwimmen reguliert die Körperspannung

Was ist eigentlich Körperspannung oder Muskeltonus?

Körperspannung lässt sich mit Muskelspannung übersetzen.
Für einen ausgeglichenen Bewegungsablauf sind Tonussteigerung und Tonussenkung gleichermaßen wichtig. Grob lässt sich sagen, dass schnelle und kräftige Bewegungen tonussteigernd wirken, wie z.B auf einem Airtramp hüpfen und eine Kissenschlacht veranstalten. Langsame, behutsame und bewusste Bewegungen (vom Kind ausgehend) hingegen wirken tonussenkend, wie Eurythmie.

Woran erkenne ich einen Hypotonus?Der Tonus ist zu niedrig = Hypotonie
Dies fällt oft auf durch:

  1. Überbeweglichkeit
  2. Plumpes Gangbild
  3. Kraftlosigkeit
  4. Grobmotorik (GM)
  5. Feinmotorik (FM)

70 % der hypotonen Kinder haben Schwierigkeiten mit der Regulierung des Gleichgewichts.
90% aller ADHS- Kinder sind hypoton.

Nähere Beschreibung der einzelnen oben aufgezählten Punkte:

  1. Überbeweglichkeit – Die Kinder drücken im Stehen die Knie, nach hinten durch.Ellbogen, Handgelenk und Finger sind auch gut überdehnbar. Knick-, Senk- oder Plattfüße sowie Haltungsschwächen in der Wirbelsäule sind oft zu beobachten. Auf dem Boden sitzen die Kinder gerne mit Rundrücken im Zwischenfersensitz (Najadensitz) um ihre Sitzstabilität zu erhöhen.
  2. Plumpes Gangbild – Das Rennen ist schwerfällig und langsam. Die Kinder können nicht leise und elastisch auftreten und nur schlecht und mühsam auf einem Bein hüpfen. Flüssige Bewegungsübergänge werden nur selten durchgeführt. Gehen sie in die Hocke, neigen sie dazu nach hinten zu fallen, anstatt in der Hocke verharren.
  3. Kraftlosigkeit – Alle Bewegungen, die Schwung und Kraft erfordern, sind fast unmöglich. Beispiele: Einen Ball kräftig werfen oder die Treppen hinaufrennen.Einen knäftigen Händedruck, Zähneputzen, Brotschmieren, malen…
  4. Grobmotorik (GM) – Kommen die Kinder aus dem Gleichgewicht, erfolgt eine nicht ausreichend angepasste Ausgleichsbewegung – die Stützreaktion fehlt, d.h. die Reaktion ist verzögert oder zu schwach. Z.B. rechtzeitiges Auffangen mit Händen während des Hinfallends. Die Körperkoordination, welche man z.B zum Schwimmen und dem Hampelmann braucht, ist recht scglecht und mühsam.
  5. Feinmotorik (FM) – Die richtige Stifthaltung (3-P.-Griff) ist schwer, da es beim Malen und Schreiben einen exakt angepassten Muskeltonus verlangt. Um genug Kraft aufzubauen, heben sie das Handgelenk von der Unterlage. Durch die verkrampfte Schreibstellung ist das schwungvolle malen oder schreiben nicht, oder nur schlecht, möglich.

Als Folge werden Kinder oft als faul oder antriebsarm erlebt, obwohl einfach nur die Anstrengungsbereitschaft herabgesetzt ist, weil sie bisher schlechte Erfahrungen gemacht haben. Die Kinger sind oft ängstlich und übervorsichtig und versuchen weitgehend Bewegung zu vermeiden.

Fazit:

Vermeidungsverhalten → Mangelnde Anstrengungsbereitschaft → Motorische und Allgemeine Entwicklungsverzögerung!

Woran erkenne ich einen Hypertonus?

Der Tonus ist zu hoch = Hypertonie
Die Kinder wirken verkrampft und in ihren Bewegungen unharmonisch.
Hypertonus zeigt sich in

  1. eingeschränkter Beweglichkeit
  2. GM (Schwierigkeiten sind bei allen schnellen und dynamischen Bewegungen wie Rennen, Hüpfen, Ballspielen,Fangenspielen zu sehen. Der Wechsel zwischen Anspannung/Entspannung ist wohl sehr schwer zu dosieren. Lockere Bewegungen sind sehr schwer auszuführen.)
  3. FM (Schreiben erfolgt nicht aus dem Hand- und Fingergelenk, sondern aus dem Schultergelenk. Schnelle Ermüdung und Unlust sind die Folge.)

 

Welche Sinnessystemebeeinflussenden Tonus beziehungsweise sorgen für eine angemessene Körperspannung?

Das „Wissen über unseren Körper“ erhalten wir über die Sinnesreize des

  • propriozeptiven-,
  • taktilen epikritischen-, und
  • vestibulären Systems.
Quelle“Was ist los mit meinem Kind? Bewegungsauffälligkeiten bei Kindern (Taschenbuch)“
von Sabine Pauli (Autor), Andrea Kisch (Autor)

 

 

Jedes Muster hat eine Struktur

Tag täglich treffen wir auf Menschen. Es können interessante, humorvolle, rührende, inspirierende, aufregende, leiden-schaft-liche,  langweilige, peinliche,  unangenehme, abstoßende …. Begegnungen sein. Jeder Mensch ist ein Kosmos, hat eine Geschichte zu erzählen , und keiner ist ganz auslotbar.
Dennoch können wir einander verstehen und umso besser, je genauer wir die Charakterprägungen und die des Gegenübers erfassen.

Der zwanghafte, der phobische, der narzisstische, der depressive, der schizioide und der hysterische Charakter

Kein Charakter ist besser als der andere, und jede Persönlichkeitsstruktur bzw. individuelle Ausprägung hat etwas zur Mannigfaltigkeit der Welt beizutragen. Wir realen Menschen sind ohnehin  meist Mischtypen.

Den stets hungrigen Narzisst zu füttern, ist jedoch ein harter Dienst.
Dabei sollte man immer auf die eigenen Kräfte achten, denn vor einem narzisstisch strukturierten Menschen muss man sich in Acht nehmen. Er instrumentalisiert seine Mitmenschen, seine Objekte werden funktionalisiert und entwertet, seine Motivation ist stark von dem wahrscheinlichen Erfolg einer Sache abhängig- oder von dem Nutzen, den er sich von seiner Beteiligung verspricht. Er ist ein  berechnender Beobachter seiner Mitmenschen, der ganz genau weiß, was er sagt, tun und vermitteln muß, um von seinem Gegenüber zu bekommen, was er  will.
Seine Strategie: Kalkül, Kosten-, Nutzen-Rechnungen und Eigennutz.
Ein zufriedener Narzisst hält Hof. Sobald er begreift, dass ein Projekt oder eine Idee seinem eigenen Interesse dienlich sein könnte, setzt er alle seine beachtlichen Kräfte ein. Typisch ist sein manipulalives Verhalten und eine unersättliche Gier ist sein Motor.

Folgende Manipulationstechniken wendet der Narzisst bevorzugt an:

  • Schmeicheln und Verführen
  • Schmollen und Schweigen
  • Leid vortäuschen, um Mitgefühl zu erzeugen
  • Tatsachen verdrehen
  • temporäre grosszügige Hilfsbereitschaft

Der Narzisst wählt sein Opfer bewusst. Er wird magisch angezogen von Unsicherheit, Liebesbedürftigkeit und selbstlosen Verhalten. Er hält sich von Anfang an die Zügel in der Hand zwischen Nähe und Abstand. Je mehr er über sein Opfer erfährt, desto besser kann er die Knöpfe drücken, die er anschließend missbraucht.
In vielen Teilen ist der Narzissmus mit der sogenannten Borderline-Krankheit vergleichbar.
Typische Symptome & Anzeichen der Persönlichkeitsstörung

nach außen:
Selbstüberschätzung
Selbstverliebtheit
Arroganz
angeberisch
Verleumdung von Fehlern und Tatsachen
Heuchelei
nach innen:
mangelndes Selbstbewusstsein
Minderwertigkeitskomplexe
Angst kritisiert zu werden
mangelnde Sozialkompetenz
Quelle: http://symptomat.de/Narzissmus

 

 

Von Kopf bis Fuß – „Einmal Natur mit Alles“

Hemp oil.Am Wochenende des 17./18. Juni 2017 findet 26 Stunden „Langer Tag der Stadtnatur“ statt.

„Das Innerste der Bäume“ zeigt die Arbeiten einer Bildhauerin, wie man Smoothies aus frischen Kräutern zaubern kann und weitere 500 Führungen und Aktionen sind an diesem Wochenende zu erleben.

Meldet Euch für die interessantesten  Aktionen unter  www.langertagderstadtnatur.de an

Such!

Im Hinblick auf die Förderung der feinmotorischen Kompetenz z.B. eines Kindes, ist die Auge-Hand-Koordination ein sehr wesentlicher Aspekt. Die Augen-Hand-Koordination ist eine komplexe kognitive Fähigkeit, da hierbei visuelle und motorische Kapazitäten gleichzeitig benötigt werden, um die Hand durch visuelle Stimulation, die von den Augen aufgenommen wird, zu leiten. Die Augen-Hand-Koordination ist insbesondere in der Entwicklung von Kindern und für den schulischen Erfolg von großer Wichtigkeit, doch auch im Erwachsenenleben ist diese Fähigkeit bei zahlreichen alltäglichen Aktivitäten unabdingbar.

Jede Veränderung des visuellen oder motorischen Systems kann die Augen-Hand-Koordination signifikant beeinträchtigen, so zum Beispiel visuelle oder muskuläre Probleme wie Muskelhypotonie, Gleichgewichtsprobleme oder gekreuzte Lateralität. Eine Gehirnverletzung in den motorischen Regionen (oder damit in Zusammenhang stehenden Gehirnbereichen) oder den Wahrnehmungsbereichen kann ebenfalls zu Problemen bei der Augen-Hand-Koordination führen.

Eine schwache Augen-Hand-Koordination kann verschiedenste Aktivitäten beeinträchtigen, was zu Entwicklungsstörungen, Lernschwierigkeiten (Lernprobleme beim Lesen und Schreiben oder Probleme bei sportlichen Aktivitäten) in der Schule (Fehler beim Mitschreiben, schlechte Handschrift, Aufmerksamkeitsprobleme), führen kann.

Wie kann man die Auge-Hand-Koordination verbessern oder wieder her stellen

Kugelbahn

Es können Kugeln auf einer Murmelbahn verfolgt werden, dabei wird das Kinde auf gefordert, die Kugeln auf ein Signal hin zu stoppen.

Suchbilder
Das Kind sucht bestimmte Details auf visuellen Vorlagen. Dies ist eine gute Koordinationsübung für die Augen.Diese Aufgabe stellt zusätzliche Anforderungen an die visuellen Möglichkeiten des Kindes im Zusammenhang mit der Figur-Grund-Wahrnehmung

 

Ballsportarten
Klassische Mannschaftssportarten wie Basketball, Handball und Volleyball oder Rückschlagspiele wie Tischtennis, Squash, Badminton und Tennis schulen durch jeden Ballkontakt die Auge-Hand-Koordination der Spieler. Auch weniger bewegungsintensive Ballsportarten wie Boccia oder Boule eignen sich optimal als Trainingsmöglichkeit.

 

IMG_9822IMG_9823

Ballspiele
Ballspiele mit der Anforderung des Fangen und Werfens sind eine weitere Möglichkeit und erfordern weder Spielfeld noch Mannschaften. Allein das gegenseitige Zuwerfen eines Balles oder das Werfen auf Ziele trainiert die Auge-Hand-Koordination.

Jonglieren
Jonglieren ist eine beliebte Bewegungsaufgabe zur Schulung der Auge-Hand-Koordination, da sich der Bewegungsablauf nur aus Werfen und Fangen zusammen setzt. Allein das Erlernen einer flüssigen 3-Ball-Jonglage schlägt sich in deutlichen koordinativen Verbesserungen nieder.

Viel Spass beim Training!

Entdecken * Fühlen * Sprechen

Für die kleine Hannah, 5 Jahre alt, ist der Alltag derzeit kein Zuckerschlecken.Sie besucht 5 mal die Woche einen Kindergarten.
Seit ein paar Tagen fühlt sie sich nicht wohl. Nur kann sie dies nicht wie andere Kinder einfach sagen, sondern zeigt dies auf ihre ganz eigene Art.

Hannah ist eines von den Kindern, die aufgrund von hyperkinetischen Störungen im Sozialverhalten und durch Sprachstörungen, im Kindergarten und auch im täglichen Umfeld vermehrt negativ auffallen. Oftmals wird ihr “böser Wille” oder eine mangelnde Erziehung unterstellt. Was viele nicht wissen, dass genau dies nicht der Fall ist. Die Eltern kümmern sich gut und sind gewillt, jeden therapeutischen Rat umzusetzen, was auch im familiären Bereich gut funktioniert. Doch in der Kita hat Hannah das Problem immernoch.

Viele Erzieher sind bestrebt, sich im pädagogischen Bereich und teilweise auch im psychologischen Bereich immer auf dem neuesten Stand zu halten. Sie besuchen Weiterbildungen und Seminare und lernen gute und effektive Strategien, den Kindergartenalltag sinnvoll zu gestalten. Bis ein Kind wie Hannah auftaucht. In solchen Fällen ist es enorm wichtig, dass alle Fachleute, wie Erzieher, Logopäden und Ergotherapeuten, aber auch die Eltern eine transparente Kommunikation führen und Hand in Hand arbeiten. Denn so wie ein Ergotherapeut nur ansatzweise die Sprachheilförderung übernehmen kann, so fehlt auch einem Erzieher oftmals das psychologische Wissen vieler medizinischer Diagnosen.Demzufolge helfen erzieherische Maßnahmen wie Spielverbot oder Auszeiten nur bedingt.Vielmehr kann aber in solch einem Fall der Ergotherapeut nützliche Hilfestellungen geben, um somit den Alltag von Hannah, aber auch von den Erziehern und den anderen Kindern, wieder entspannter zu gestalten. Denn eins ist Fakt: Steckt unsere kleine Hannah erstmal in der “Stigmatisierungsschlaufe”, kommt sie hier nur schwer wieder heraus. Denn die Folgen können für solche Kinder noch Jahre später gravierend sein.

Film als therapeutisches Mittel

»Der Mensch ist ein Ausdruckswesen, und Ausdrücken kann er sich nur durch seine Tätigkeit.« – Götz Werner

StopMotion-Filme sind eine tolle Sache, machen Spass, fördern die Kreativität und die Zusammenarbeit.
Die Idee ist der Motor. Und man braucht einen starken Motor, denn die Filmarbeit
fordert viel Geduld. Gut zeichnen können muss man nicht. Ein eigenwilliger, vielleicht
manchmal ungelenker Strich macht einen Trickfilm nur interessanter.
Ein Filmprojekt ist eine wunderbare Möglichkeit das Haushalten mit den eigenen
Ressourcen zu lernen.
Am Anfang der Planung steht die Überlegung, wie viel Zeit zur Verfügung steht, welche Materialien genutzt werden können, welche Technik vorhanden ist und wie viele Kinder an dem Projekt beteiligt sind. Jede Trickfilmidee kann verwirklicht werden, aber der Umfang muss besprochen werden.
Je mehr Zeit zur Verfügung steht, desto anspruchsvollere Projekte können verwirklicht werden. Zuerst kann die Geschichte entwickelt werden, die Hintergründe angefertigt und Musikaufnahmen können integriert werden.Die Filmtechniken sind vielfältig.
Man kann mit Dialogen arbeiten oder ganz ohne Texte. Man kann Trickfilmfolien bemalen, Figuren kneten oder aus Draht biegen oder einen Legetrickfilm direkt unter der Kamera aufnehmen.
Das schöne bei Trickfilmen ist, dass das Motto frei gewählt werden kann und auch die Zielgruppe nicht eingeschränkt werden muss.

Echte Genies sind ganz entspannt Diagnose: Hochbegabt

Begabung ist keine Krankheit, sondern ein Geschenk für das Kind, für die Familie und für die ganze Gesellschaft.Hochbegabte Kinder sind keine „besseren“ Kinder.Sie brauchen aber, um sich harmonisch und glücklich entwickeln zu können – genau wie jedes andere Kind auch – eine Förderung, die ihren Bedürfmissen gerecht werden.

Hochbegabte müssen das Ausblenden von Reizen lernen

Ist die Hochbegabung nicht bekannt oder wird nicht darauf eingegangen, kann das in der Schulzeit zu Problemen wie häufiger Schulwechsel, Mobbing und Konflikten mit den Lehrern führen. Trotz guter Noten werden Desinteresse im Unterricht oder auffälliges Verhalten kritisiert. Manche Kinder sind so unruhig, dass voreilig die Diagnose ADHS gestellt wird. Viele haben einen langen Leidensweg von einer Therapie zur anderen hinter sich.
Betrachtet man die Persönlichkeitsmerkmale Hochbegabter, findet man eine Vielfalt

Beschreibungen. Die Palette erstreckt sich von leistungsexzellenten, hoch motivierten, sozial gut integrierten Schülern über relativ unauffällige Hochbegabte im mittleren Leistungsbereich ohne hervorstechende Merkmale bis hin zu sozial isolierten Kindern und Jugendlichen, die wenig Selbstvertrauen zeigen, schulische Anforderungen ablehnen oder gar die Schule verweigern. Es können unbewusste Verhaltensmuster wie Nagelkauen, Stampfen mit den Füßen oder Reiben mit den Händen entstehen. Das Gehirn arbeitet ständig auf Hochtouren, die Spannung muss sich motorisch, körperlich oder emotional entladen. Viele Kinder sind zudem sehr hör- und geruchsempfindlich. Diese Kinder müssen das Ausblenden erst mal lernen.
Die große Heterogenität in der Gruppe Hochbegabter demonstriert, dass es den Hochbegabten eigentlich nicht geben kann.
Bezüglich nicht-kognitiver Merkmale unterscheiden sich Hochbegabte sehr stark voneinander: manche erscheinen ängstlich, mutlos, schlecht organisiert, andere sind fröhlich, ausgeglichen und zielstrebig, manche treten überheblich, provozierend und besserwisserisch auf, andere gelten als zuverlässige Partner für Gleichaltrige und Erwachsene, vermitteln in der Gruppe oder wirken ausgleichend bei Konflikten. Es fällt also sehr schwer, bezüglich der nichtkognitiven Merkmale und auch bezüglich der sozialen Umwelt einen gemeinsamen Nenner für alle Hochbegabten auszumachen. Was aber alle intellektuell Hochbegabten verbindet, ist ihre besonders hoch ausgeprägte Intelligenz. Bei aller Vielfalt der theoretischen Vorstellungen über Hochbegabung steht also die Intelligenz im Mittelpunkt. Und Intelligenz ist notwendiger Bestandteil der Diagnostik von Hochbegabung auch dann, wenn weitere Kriterien in den Modellen genannt werden.
Die Diagnostik von Hochbegabung erfordert profunde testpsycho-logische Kenntnisse und eine sichere psycho-diagnostische Kompetenz zur Erfassung von Persönlichkeitsvariablen und intellektuellen Fähigkeiten.Deshalb gehört die Diagnose von Hochbegabung ausschließlich in die Verantwortung von Diplom-Psychologinnen und Diplom Psychologen und – sofern sie Fragestellungen betrifft, die in Zusammenhang mit Schule stehen – ausschließlich in den Zuständigkeitsbereich von Schulpsychologinnen und Schulpsychologen.

Ohne Internet und Smartphone

Alm statt Ritalin
Kinder mit Aufmerksamkeitsstörung (ADHS) benötigen keine Medikamente,
sagt der Göttinger Neurobiologe Gerald Hüther. In einem Interview in der November-Ausgabe des Magazins GEO erläutert er seinen alternativen Therapieansatz:
zwei Monate harte Arbeit in einer Berghütte auf 2400 Meter Höhe.
In einem Testprojekt in Südtirol haben zwölf Jungen das Käsemachen gelernt
und sich selbst und eine Kuh versorgt.
Schon nach den ersten Tagen auf der Alm brauchten die Kinder kein Ritalin mehr.
Die Ursache für ADHS, so Hüther, sei eine verzögerte Reifung des Frontalhirns;
betroffen seien vor allem Kinder, die viel fernsehen, wenig ausprobieren dürfen,
oder denen Schwierigkeiten stets aus dem Weg geräumt werden.
Durch Arbeiten, die ein hohes Maß an Eigenverantwortung erfordern, lasse sich
eine massive Nachreifung der Hirnareale und der Nervenverbindungen erzielen. Medikamente führten zwar zur Impulskontrolle, blockierten aber auch die neuronale Nachreifung. Für den Nachweis der erfolgreichen Therapie hofft Hüther, dass die Kinder aus der Teststudie auch nach einem Jahr auf der Alm noch auf Ritalin
verzichten können.

Persönlich kann ich Euch die Zirmtal-Alm und Alt-Alm in Südtirol empfehlen.
http://www.berglouter.com/wandertouren/bergwanderungen/181-zirmtal-see-alm-marzoneralm.html

Die Stein Strategie

image.jpegUnser  Buchtipp der Woche

Die Stein – Strategie –
Von der Kunst nicht zu Handeln

Ständige Veränderung! So lautet der Imperativ der Gegenwart. Die klügere Option des Abwartens wird ausgeblendet. Dabei führt blinder Aktionismus oft ins Verderben, und Ruhe und Gelassenheit sind der Garant langfristigen Überlebens. Nicht-Handeln ist die mit Abstand erfolgreichste Strategie: ob an der Börse, wo Warren Buffett Geld nicht durch hektisches Zocken, sondern durch kluges Warten verdient, in der Politik, wo Angela Merkel durch Aussitzen Kanzlerin bleibt, oder in der Kommunikation, wo Schweigen die mächtigste Waffe ist. Unterhaltsam und fundiert legt Holm Friebe dar, wie wir in Alltag und Beruf die Trumpfkarte des Nicht-Handelns ausspielen können. Denn von Steinen lernen heißt siegen lernen!